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The Resistance
Muse gehören schon lange zu den Großen der alternativen Rockmusik. Sicherlich, der ganz charakteristische Gesang von Matthew Bellamy ist und bleibt Geschmacksache und wer damit nichts anfangen konnte, der wird damit auch beim Album „The Resistance“ nicht klar kommen. Für alle andere eröffnet sich aber ein viel breiterer und neuer Muse-Kosmos.
Auf „The Resistance“ machen Muse – wie bisher auch – das, worauf sie Lust haben. Sie lassen sich nicht zu sehr einengen und probieren auch nach vielen erfolgreichen Alben immer weiter aus. Sie beschränken sich nicht auf einen erfolgreichen Stil und bleiben sich selbst dennoch treu.
So ist „The Resistance“ irgendwie anders und irgendwie auch die logische Konsequenz aus den Vorgänger-Alben. Treibende Gitarrenriffs finden sich diesmal wenig bis gar nicht, dafür aber viel mehr Abwechslung und neue Muse-Momente, die man so bisher nicht in der Komplexität oder Kompromisslosigkeit gehört hat. Mal bombastisch wie in „Exogenesis: Symphony Part I – III“ mit klassischen Elementen, „Undisclosed Desires“ hat Timbaland-Momente und „United States Of Eurasia“ könnte auch eine neuer Song von Queen sein.
Das Album lebt also von Elementen aus Alternative, (Hard)Rock, Pop und Elektronik. Dabei gelingt es der Band – und das zeichnet eine wirklich große Band wohl aus – trotzdem ein in sich stimmiges und zusammenhängendes Gesamtalbum zu präsentieren, das keine Zweifel offen lässt. Es gibt mit Songs wie „Resistance“ oder „Unnatural Selection“ natürlich auch Songs, die an die vergangenen Alben erinnern – aber auch die passen sich ein in das ganze Album „The Resistance“.
Man kann also Fans und denen, die es werden wollen, nur empfehlen, diesem sehr experimentierfreudigen Album ohne Scheuklappen zu begegnen und wird ein facettenreiches, rundes Muse-Album bekommen, bei dem es viel mehr zu entdecken gibt als auf den Alben zuvor.
(Quelle: www.dosenmusik.de)